Wir möchten nicht nur innovativ sein – wir sind es auch – intern wie extern!

15.12.2011  |  Business  

Facebook für ALLE am Arbeitsplatz – ja/nein?

Die Bedeutung von Social Media Plattformen nimmt weiter zu und die Grenzen zwischen privater und geschäftlicher Nutzung sind fliessend. Ein Unternehmen, was keine eigene Fanpage auf facebook hat, wird schon fast als altmodisch verpöhnt. Der Bedarf an Funktionen innerhalb von facebook für Unternehmens-Fanpages wird immer anspruchsvoller und reicht schon heute von Multi-Sprachfunktionen bis hin zu dem Wunsch nach E-Commerce auf der Fanpage selbst.

Entspricht dieser Anspruch dem Prinzip von Social Media Networking? Oder ist es die Weiterentwicklung von Social Media Networking? Sicherlich kann man sagen, Social Media hat einen gewissen Stellenwert in der Unternehmenskommunikation erhalten – intern wie extern. Somit stellt sich die Frage, ob die bislang gängigen Restriktionen bzgl. Social Media Plattformen am Arbeitsplatz überhaupt noch zeitgemäss sind. Fast jeder besitzt ein Smartphone, mit dem der Zugriff auf Social Media Plattformen zu jedem Zeitpunkt gewährleistet ist. Warum dann also Restriktionen?

Facts & Figures

Das Wort Social Media ist in aller Munde und trotzdem betrachtet man das moderne Networking mit ambivalenten Gefühlen. Die Userzahlen von Social Mediaplattformen wachsen täglich (siehe Tabelle 01).

Tabelle 1: Userzahlen Stand Herbst 2011 in der Schweiz

Quellen:

1 http://de.wikipedia.org/wiki/
2 http://blog.prospective.ch/2011/11/neue-zahlen-zu-xing-mehr-umsatz-gewinn-und-mitgliederzahlen/
3 http://webwirksam.ch/facebook-nutzerzahlen-schweiz-rucklaufig–557/>
4 http://de.press.linkedin.com/about
5 https://sites.google.com/a/pressatgoogle.com/youtube5year/home/5-year-metrics
6 http://www.thomashutter.com/index.php/2011/07/social-media-social-networks-statistiken-schweiz-%E2%80%93-gewinner-und-verlierer-update-juli-2011/
7 http://www.socialbakers.com/facebook-statistics/switzerland
8 http://www.socialbakers.com/countries/continents
9 http://socialmediaobservatory.com/social-media-videos/video-for-business-youtube-statistics-2011/

Das moderne Networking nimmt einen bedeutenden Platz in unserem heutigen Leben ein. Immer neue Plattformen mit noch spezifischeren Schwerpunkten (siehe Tabelle 02) etablieren sich. Die Grenzen zwischen geschäftlichem Networking und privatem Austausch verschwimmen.

Tabelle 02: Ursprung, Ausrichtung und Entwicklung von den gängigsten Plattformen Stand Herbst 2011

Aber nicht nur die Schwerpunkpunkte der einzelnen Plattformen liefern das eine oder andere Argument für den parallelen Einsatz: privat und geschäftlich. Geschwindigkeit in Bezug auf Kommunikation ist gleichfalls ein Vorteil in der heutigen Welt. So wurde z.B. das Geschehen der Notlandung des Airbus auf dem Hudson River noch während der Landung von den Passagieren selbst über Twitter verbreitet. Die Airline selbst hat 1h nach der Bruchlandung reagiert.

Wie kommt es dazu?

Die Globalisierung fordert vernetztes und länderübergreifendes Arbeiten. Hierbei treffen unterschiedliche Kulturen aus verschiedenen Zeitzonen aufeinander. Unser Netzwerk besteht heute nicht mehr nur aus Freunden aus der eigenen Stadt und den Nachbardörfern. Nein. Unendlich viele Möglichkeiten stehen uns offen was Reisen und Arbeiten rund um den Globus betreffen. Daraus ergibt sich ein wesentlich grösseres Netzwerk, das sich nur schwer über 1:1 Kommunikation pflegen lässt. Z.B. Facebook und Twitter bieten hier Möglichkeiten mehrere Fans oder Followers gleichzeitig über eine Neuigkeit zu informieren.

Wird der heutige Arbeitsplatz der modernen Kommunikations-Kultur gerecht?

Eine schwierige Frage, die nicht pauschal zu beantworten ist. Die Unternehmen, die Profile auf Social Media Platftormen haben und darüber mit Kunden kommunizieren, müssen sicherstellen, dass sie Mitarbeiter haben, die zeitnah auf Anfragen und Kommentare von Usern auf diesen Plattformen beantworten – 24h, rund um die Uhr.

Hier ist das traditionelle Bild eines Arbeitsalltages, wie man ihn bisher kannte, überholt –  „9 to 5“, einen festen Arbeitsplatz mit einem fix installierten PC, ein Festnetztelefon, ein Fax, ein Arbeits-Handy und ein Privat-Handy, nach 17:00h nicht mehr für`s Geschäft erreichbar sein und in den Ferien absolute Ruhe haben – das passt sicherlich nicht. Hier müssen moderne Arbeitsplätze und Arbeitsformen inkl. entsprechender Technologie geschaffen werden, um den Ansprüchen moderner Kommunikation gerecht werden zu können. Es ist wohl ein Trugschluss zu glauben, dass die Kunden und Interessenten einem plötzlich die Türen auf den Social Mediaplattformen einrennen, nur weil man dort ein Profil eingestellt hat. Hierzu gehört weitaus mehr, um dem Anspruch, den man an Aktivitäten in Social Media Plattformen und deren erwünschter Effekt hat, eine Grundlage schaffen zu können. Und hier kommen wir zu der kritischen Frage: Welche Rolle haben die Mitarbeiter ausserhalb der Marketing Abteilung in Bezug auf die Kommunikation auf Social Media Plattformen was das Unternehmen betrifft?

Wir öffnen alle Social Media Plattformen für alle Mitarbeiter ohne Beschränkungen

TNT Swiss Post hat sich dazu entschlossen, alle Social Media Plattformen für alle Mitarbeiter ohne Beschränkung zu öffnen. Aus strategischen Gründen betreiben wir Firmenprofile auf den bereits oben aufgeführten Plattformen: facebook, twitter, xing, linkedin, youtube und google+.

Drei Ziele werden dabei verfolgt:

INTERN: Der Austausch zwischen den Mitarbeitern ist besonders bei einem global agierenden Unternehmen wie TNT bzw. TNT Swiss Post  wichtig. Umso bessere unsere Mitarbeiter miteinander vernetzt sind, umso enger arbeiten sie zusammen und tauschen sie sich aus. In gezielt für den Austausch und Brainstorming über Innovationen und Optimierungen geschaffenen geschlossenen Gruppen, regen wir das interne Networking bewusst an.

EXTERN: Wir möchten mit Interessenten, die sich für das Thema Kurierdienstleistungen und Themen rund um diese Thematik interessieren, in Dialog treten. Über unsere Firmenprofile möchten wir Wissen bereitstellen, was für unsere Kunden Mehrwert bedeutet. Wir kommunizieren in 3 Kategorien: Best Practices, Engagement (social, umwelttechnisch, innovativ) und Sonderaktionen.

INTERN & EXTERN: Oben wurde mehrfach darauf eingegangen, dass die Grenzen des privaten und geschäftlichen Networking immer mehr verschwimmen. Schnelle und unkonventionelle Wege der Kommunikation tragen dazu bei schneller zu sein. Time-to-market ist heute key. In der Transportbranche ist Zeit einer der wichtigsten Faktoren. Wir wollen für unsere Kunden erreichbar sein – cross functional und direct. Gleichzeitig möchten wir uns öffentlichem Feedback stellen und regen aktiv zur Rückmeldung auf diesen Plattformen an. Nur wenn wir wissen, was wir noch besser machen können, können wir daran arbeiten.

Das ist unser Motto. Wir freuen uns auf viele Kommentare und setzen uns zum Ziel, jeden einzelnen davon persönlich zu beantworten.